ESG-Reporting

Lieferkettentransparenz

Offenlegung von ESG-Risiken in der Lieferkette – gefordert von CSRD-pflichtigen Unternehmen

Was ist Lieferkettentransparenz?

Lieferkettentransparenz bedeutet, dass ihr wisst, wer eure Lieferanten sind, unter welchen Bedingungen sie produzieren und welche ESG-Risiken in eurer Lieferkette bestehen.

Das umfasst:

  • CO2-Emissionen: Scope 3 Emissionen eurer Lieferanten
  • Soziales: Arbeitsbedingungen, Menschenrechte, Kinderarbeit
  • Governance: Korruption, Ethik-Verstöße, Compliance

Warum ist Lieferkettentransparenz wichtig?

Große Unternehmen (CSRD-pflichtig) müssen ihre gesamte Lieferkette (Scope 3) erfassen. Deshalb fragen sie bei euch nach ESG-Daten:

  • Lieferanten-Anfragen: Ihr müsst Auskunft über eure ESG-Leistung geben
  • Risiko-Management: Ihr vermeidet ESG-Risiken in eurer eigenen Lieferkette
  • Wettbewerbsvorteil: Transparenz macht euch zum bevorzugten Lieferanten
  • Compliance: Lieferkettengesetz (LkSG) verlangt Sorgfaltspflichten (ab 1.000 MA)

Beispiel: Müller GmbH

Die Müller GmbH (25 Mitarbeiter, Maschinenbau) erhält eine ESG-Anfrage von ihrem Hauptkunden (Automobilkonzern, CSRD-pflichtig).

1. Anfrage beantworten

Die Müller GmbH liefert:

  • CO2-Bilanz (Scope 1+2): 150 tCO2e/Jahr
  • Arbeitsbedingungen: Ethik-Code, 0 Arbeitsunfälle
  • Compliance: DSGVO, BFSG, AI Act vollständig umgesetzt

2. Eigene Lieferkette prüfen

Die Müller GmbH hat 5 Hauptlieferanten. Sie fragt nach deren CO2-Emissionen:

  • Lieferant A (Stahl): 50 tCO2e pro Tonne
  • Lieferant B (Elektronik): 20 tCO2e pro Tonne
  • Lieferant C (Verpackung): 5 tCO2e pro Tonne

3. Scope 3 schätzen

Die Müller GmbH schätzt ihre Scope 3 Emissionen:

  • Upstream (Lieferanten): 200 tCO2e
  • Downstream (Kunden-Transport): 100 tCO2e

Mit easy ESG verwaltet die Müller GmbH Lieferanten-Anfragen und erfasst Scope 3 systematisch.

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