KI-Verordnung

KI-Kompetenz

Pflicht-Schulung für Mitarbeiter, die KI-Systeme nutzen (Art. 4 AI Act) – gilt seit Februar 2025 für alle Unternehmen

Was ist KI-Kompetenz?

KI-Kompetenz (engl. AI Literacy) ist laut AI Act (Artikel 4) die Pflicht, dass Mitarbeiter, die KI-Systeme nutzen, ausreichend geschult werden.

Die Schulung muss sicherstellen, dass Mitarbeiter:

  • Verstehen, wie KI funktioniert
  • Die Grenzen und Risiken von KI kennen
  • Wissen, wann sie menschliches Urteil einsetzen müssen
  • Verantwortungsvoll mit KI umgehen

Warum ist das wichtig?

KI-Kompetenz ist seit Februar 2025 Pflicht für alle KI-Betreiber. Wenn eure Mitarbeiter ChatGPT, DeepL oder andere KI-Tools nutzen, müsst ihr sie schulen.

Bußgelder bei Verstoß: Bis zu 15 Millionen Euro oder 3% des Jahresumsatzes.

Was muss in der Schulung enthalten sein?

Die Schulung muss mindestens folgende Themen abdecken:

  • KI-Grundlagen: Was ist KI? Wie funktioniert sie?
  • Risiken: Halluzinationen, Bias, Datenschutz
  • Grenzen: Was kann KI nicht? Wann braucht es menschliches Urteil?
  • Verantwortung: Wer haftet bei Fehlern?
  • Best Practices: Wie nutze ich KI sicher und effektiv?

Wie lange dauert die Schulung?

Die Dauer hängt von der Komplexität der genutzten KI-Systeme ab:

  • Minimal-Risiko-KI (ChatGPT, DeepL): 30-60 Minuten
  • Begrenzt-Risiko-KI (Chatbots): 1-2 Stunden
  • Hochrisiko-KI (HR, Kredit): Mehrere Tage

Muss ich alle Mitarbeiter schulen?

Nein, nur die Mitarbeiter, die KI-Systeme nutzen.

Beispiel: Müller GmbH

  • Marketing-Team nutzt ChatGPT → Schulung erforderlich
  • Buchhaltung nutzt DATEV (keine KI) → Keine Schulung erforderlich
  • Produktion nutzt keine KI → Keine Schulung erforderlich

Wie dokumentiere ich die Schulung?

Ihr müsst nachweisen können, dass eure Mitarbeiter geschult wurden. Dokumentiert:

  • Wer wurde geschult? (Name, Datum)
  • Was wurde geschult? (Themen, Dauer)
  • Wurde die Schulung verstanden? (Quiz, Teilnahmebescheinigung)

Kann ich bestehende Schulungen nutzen?

Ja, wenn sie die Anforderungen erfüllen. Aber:

  • Generische Schulungen (z.B. YouTube-Videos) reichen oft nicht aus
  • Personalisierte Schulungen sind besser (bezogen auf eure konkreten KI-Systeme)

Alleinstellungsmerkmal von easy AI: Schulungsinhalte basieren auf den konkreten KI-Systemen, die ihr nutzt. Nicht generisch, sondern spezifisch.

Beispiel: Müller GmbH

Die Müller GmbH (25 Mitarbeiter) nutzt:

  • ChatGPT (Marketing-Team, 3 Personen)
  • DeepL (Vertrieb, 5 Personen)
  • GitHub Copilot (Entwickler, 2 Personen)

Schulungsbedarf:

  • 10 Mitarbeiter müssen geschult werden
  • Schulungsdauer: 30 Minuten pro Person
  • Dokumentation: Teilnahmebescheinigung + Quiz

Ergebnis: Mit easy AI erledigt die Müller GmbH die Schulung in 1 Nachmittag.

Was passiert, wenn ich nicht schule?

Fehlende KI-Kompetenz ist ein Verstoß gegen den AI Act. Mögliche Folgen:

  • Bußgelder: Bis zu 15 Millionen Euro oder 3% des Jahresumsatzes
  • Haftung: Bei Schäden durch KI-Nutzung könnte fehlende Schulung als Fahrlässigkeit gewertet werden
  • Reputationsschaden: Compliance-Verstöße werden öffentlich

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