AI Act / KI-Verordnung
EU-Verordnung zur Regulierung von KI-Systemen – gilt ab August 2026 für alle Unternehmen, die KI nutzen oder entwickeln
Was ist der AI Act?
Der AI Act (offiziell: KI-Verordnung) ist das weltweit erste umfassende Gesetz zur Regulierung von künstlicher Intelligenz. Er wurde von der EU verabschiedet und gilt ab August 2026 für alle Unternehmen, die KI-Systeme nutzen oder entwickeln.
Die Verordnung regelt:
- Welche KI-Systeme verboten sind (z.B. Social Scoring)
- Welche KI-Systeme strenge Auflagen haben (z.B. KI für Bewerbungen)
- Welche Transparenzpflichten gelten (z.B. Kennzeichnung von KI-Inhalten)
- Welche Schulungspflichten bestehen (z.B. KI-Kompetenz für Mitarbeiter)
Warum ist das wichtig?
Der AI Act betrifft fast jedes Unternehmen – auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Wenn ihr ChatGPT nutzt, einen Chatbot auf eurer Website habt oder KI-Tools in der Buchhaltung einsetzt, seid ihr betroffen.
Warum solltet ihr das ernst nehmen?
- Bußgelder: Bis zu 35 Millionen Euro oder 7% des Jahresumsatzes (bei verbotenen KI-Praktiken)
- Haftung: Bei Schäden durch eure KI-Nutzung könntet ihr haftbar gemacht werden
- Wettbewerbsvorteil: Wer Compliance nachweist, gewinnt Vertrauen bei Kunden
Wie funktioniert der AI Act?
Der AI Act nutzt einen risikobasierten Ansatz. Das bedeutet: Je höher das Risiko eines KI-Systems, desto strenger die Auflagen.
Die 4 Risikoklassen
- Inakzeptabel: Verboten (z.B. Social Scoring, Manipulation)
- Hoch: Strenge Auflagen (z.B. KI für Bewerbungen, Kreditvergabe)
- Begrenzt: Transparenzpflicht (z.B. Chatbots, KI-generierte Inhalte)
- Minimal: Keine besonderen Pflichten (z.B. ChatGPT, DeepL)
Für die meisten KMU gilt: Die KI-Systeme, die ihr nutzt, fallen in die Kategorie "minimal" oder "begrenzt". Das bedeutet: Ihr müsst eure Mitarbeiter schulen und transparant machen, wenn ihr KI nutzt.
Die wichtigsten Fristen
| Datum | Was gilt? |
|---|---|
| Februar 2025 | Verbotene Praktiken, KI-Kompetenz-Pflicht |
| August 2025 | Transparenzpflichten (Chatbots, KI-Inhalte) |
| August 2026 | Vollständige Anwendung (inkl. Hochrisiko-KI) |
Beispiel: Müller GmbH
Die Müller GmbH (25 Mitarbeiter, Maschinenbau) nutzt 5 KI-Systeme:
- ChatGPT für Marketing-Texte
- DeepL für Übersetzungen
- GitHub Copilot für Code-Completion
- Grammarly für Rechtschreibprüfung
- Crisp Chatbot für Kundenservice
Betroffenheit:
- Alle Systeme haben minimales bis begrenztes Risiko
- Keine Hochrisiko-Systeme
- Chatbot braucht Transparenzhinweis ("Dies ist ein KI-Chatbot")
- Mitarbeiter müssen geschult werden (KI-Kompetenz)
Ergebnis: Mit easy AI erledigt die Müller GmbH ihre AI-Act-Compliance in 1 Stunde.