KI-Nutzung

KI-Kompetenz nach Art. 4: Was KMU jetzt tun müssen

Die KI-Kompetenz-Pflicht gilt seit Februar 2025. Wer KI nutzt, muss seine Mitarbeiter schulen. So erfüllt ihr die Anforderung.

Das Wichtigste in 30 Sekunden:
  • Art. 4 der KI-Verordnung fordert KI-Kompetenz für alle, die mit KI arbeiten
  • Die Pflicht gilt seit Februar 2025
  • Betroffen sind alle Unternehmen, die KI-Systeme nutzen oder bereitstellen
  • Es gibt keine Größenausnahme - auch KMU müssen schulen
  • Der Schulungsnachweis muss dokumentiert werden

Was bedeutet KI-Kompetenz?

Die EU-KI-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1689, Art. 4) verlangt, dass Personen, die mit KI-Systemen arbeiten, über eine "ausreichende KI-Kompetenz" verfügen müssen.

Im Kern heißt das:

Wer KI nutzt, muss wissen, was er tut.

Konkret bedeutet das: Eure Mitarbeiter müssen verstehen, wie die KI-Systeme funktionieren, die sie täglich nutzen.

Sie müssen Chancen und Risiken einschätzen können.

Und sie müssen wissen, worauf sie achten müssen.

Das bedeutet für euch: Keine theoretische Schulung mit 100 Folien. Zeig eurem Team, welche Tools ihr nutzt und worauf sie achten müssen. 30-60 Minuten reichen. Berater-Kosten gespart: 500-1.200 Euro für eine externe Schulung.

Wer ist betroffen?

Die kurze Antwort: Jedes Unternehmen, das KI nutzt. Es gibt keine Größenausnahme. Ob Einzelunternehmer oder Konzern - wer KI-Systeme einsetzt, muss für KI-Kompetenz sorgen.

Die Verordnung nennt zwei Gruppen:

  • Anbieter: Unternehmen, die KI-Systeme entwickeln oder in Verkehr bringen
  • Betreiber: Unternehmen, die KI-Systeme unter eigener Verantwortung nutzen

Die meisten KMU sind Betreiber. Ihr entwickelt keine KI selbst, aber ihr nutzt ChatGPT, Copilot oder andere KI-Tools? Dann seid ihr Betreiber und Art. 4 gilt für euch.

Was müsst ihr konkret tun?

Die Verordnung schreibt nicht vor, wie ihr die KI-Kompetenz sicherstellt. Aber sie verlangt, dass ihr es nachweisen könnt. Das bedeutet:

1. KI-Kompetenz-Schulung durchführen

Eure Mitarbeiter brauchen eine KI-Kompetenz-Schulung zu den KI-Systemen, die sie nutzen. Die Schulung sollte folgende Punkte abdecken:

  • Welche KI-Systeme werden im Unternehmen genutzt?
  • Wie funktionieren diese Systeme?
  • Welche Risiken gibt es (z.B. Halluzinationen, Bias, Datenschutz)?
  • Worauf muss man bei der Nutzung achten?
  • An wen wendet man sich bei Problemen?
Tipp: Die KI-Kompetenz-Schulung muss nicht stundenlang sein. 30-60 Minuten reichen oft aus, wenn sie auf die konkret genutzten Systeme zugeschnitten ist.

2. Schulung dokumentieren

Halte fest, wer wann geschult wurde. Ein einfaches Protokoll mit Unterschriften reicht:

  • Datum der KI-Kompetenz-Schulung
  • Inhalte der Schulung
  • Teilnehmerliste mit Unterschriften
  • Name des Schulenden

3. Bei Bedarf wiederholen

Wenn neue KI-Systeme eingeführt werden oder sich bestehende wesentlich ändern, braucht ihr eine Auffrischung. Auch neue Mitarbeiter müssen geschult werden.

Praxis-Beispiel: Die Müller GmbH

Die Müller GmbH (25 Mitarbeiter, Maschinenbau) nutzt fünf KI-Systeme: ChatGPT, DeepL, Microsoft Copilot, einen Website-Chatbot und DATEV. So hat sie die KI-Kompetenz-Pflicht erfüllt:

Schritt Umsetzung Zeitaufwand
KI-Inventar erstellen Alle 5 Systeme erfasst 30 Min
KI-Kompetenz-Schulung vorbereiten Präsentation mit easy AI generiert 15 Min
KI-Kompetenz-Schulung durchführen Team-Meeting mit 8 Teilnehmern 45 Min
Dokumentieren Protokoll + Unterschriften 10 Min

Ergebnis: In etwa 100 Minuten hat die Müller GmbH die KI-Kompetenz-Pflicht erfüllt, für alle relevanten Mitarbeiter.

Was passiert, wenn ihr nichts tut?

Bei Verstößen gegen Betreiberpflichten (Art. 26), zu denen die KI-Kompetenz-Sicherstellung gehört, können Bußgelder bis zu 15 Millionen Euro oder 3% des weltweiten Jahresumsatzes verhängt werden. Zudem drohen Haftungsrisiken bei Schäden durch unzureichende Schulung.

Realistisch: Als KMU werdet ihr nicht sofort mit Millionenbußgeldern rechnen müssen. Aber: Bei Audits, Kundenfragen oder im Schadensfall kann fehlende KI-Kompetenz zum Problem werden. Die Dokumentation schützt euch.

Checkliste: KI-Kompetenz erfüllen

Mit diesen Schritten setzt ihr die KI-Kompetenz-Anforderung in eurem Unternehmen um:

  • KI-Systeme im Unternehmen erfasst (KI-Inventar)
  • Relevante Mitarbeiter identifiziert
  • Schulungsinhalte vorbereitet (oder generiert)
  • KI-Kompetenz-Schulung durchgeführt
  • Teilnahme dokumentiert (Protokoll + Unterschriften)
  • Prozess für neue Mitarbeiter definiert
  • Prozess für neue KI-Systeme definiert

Fazit

Art. 4 ist die einfachste Pflicht der gesamten KI-Verordnung.

Erfassen, schulen, dokumentieren.

Ein Nachmittag Arbeit.

Danach habt ihr einen Nachweis, der euch bei Audits, Kundenfragen und im Schadensfall schützt.

3-Schritte-Prozess zur KI-Kompetenz: 1. KI-Systeme erfassen, 2. Team schulen, 3. Dokumentieren

Mit easy AI geht das noch schneller: Das Tool erfasst eure KI-Systeme und generiert automatisch eine personalisierte KI-Kompetenz-Schulung für euer Team.

Und nebenbei: Eine KI-Kompetenz-Schulung macht euer Team kompetenter, nicht nur compliant. Mitarbeiter, die verstehen, wie KI funktioniert, nutzen sie besser und vermeiden Fehler. Sie trauen sich, produktiv damit zu arbeiten.

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