Stellenarchitektur
Strukturierte Bewertung und Gruppierung von Stellen nach Funktionsgruppen und Erfahrungsstufen
Was ist Stellenarchitektur?
Stellenarchitektur ist ein System, mit dem ihr eure Stellen nach klaren Kriterien bewertet und gruppiert. Ihr definiert Funktionsgruppen (z.B. Produktion, IT, Verwaltung) und Erfahrungsstufen (z.B. Junior, Senior, Lead).
Jede Stelle erhält eine klare Position in dieser Struktur. Das ermöglicht euch, vergleichbare Tätigkeiten zu identifizieren und faire Gehaltsbänder zu definieren.
Warum ist Stellenarchitektur wichtig?
Die EU-Entgelttransparenz-Richtlinie verlangt von euch, dass ihr "vergleichbare Tätigkeiten" identifiziert. Ohne Stellenarchitektur ist das kaum möglich. Eine klare Struktur hilft euch:
- Compliance: Ihr könnt Auskunftsanfragen präzise beantworten
- Transparenz: Mitarbeiter verstehen, wie ihre Stelle eingeordnet ist
- Fairness: Ihr vermeidet willkürliche Gehaltsunterschiede
- Recruiting: Ihr könnt Gehaltsspannen für Stellenanzeigen ableiten
Ohne Stellenarchitektur riskiert ihr intransparente Gehaltspraktiken und Diskriminierungsvorwürfe.
Beispiel: Müller GmbH
Die Müller GmbH (25 Mitarbeiter, Maschinenbau) definiert ihre Stellenarchitektur mit 5 Funktionsgruppen:
1. Produktion
- Einstieg (0-2 Jahre Erfahrung)
- Erfahren (3+ Jahre Erfahrung)
- Spezialist (z.B. CNC-Experte)
2. Verwaltung
- Einstieg (Buchhaltung, Assistenz)
- Erfahren (Controlling, HR)
3. IT/Entwicklung
- Junior (0-3 Jahre)
- Senior (4+ Jahre)
4. Vertrieb
- Innendienst
- Außendienst
5. Führung
- Teamleiter
- Abteilungsleiter
- Geschäftsführung
Jede Position hat jetzt eine klare Einordnung. Die Müller GmbH kann Gehaltsbänder definieren und vergleichbare Tätigkeiten identifizieren. Mit easy Pay erstellt sie die Stellenarchitektur in 30 Minuten.